Liebe Kolleg:innen und Bekannte aus dem Kulturbereich, liebe Kulturgenießer und -macher!
Mit diesem Aufruf möchten wir Euch erneut dazu einladen, mit uns eine Blogparade durchzuführen. Wir möchten den Faden vom vergangenen Jahr nochmals aufgreifen und weiter spinnen: Angekommen im Corona-Kulturalltag (#KulturAlltagCorona2). Natürlich sind wir uns dabei bewusst, dass einige der neuen Beiträge deutlich desillusionierter und wütender ausfallen könnten als 2020.

Als wir vor kaum weniger als einem Jahr zur ersten Runde von #KulturAlltagCorona aufriefen, geschah das überwiegend noch in der Hoffnung, dass nach dem ersten überstandenen Lockdown und einer gewissen Zeit des allgemeinen Berappelns einiges im kulturellen Leben möglicherweise zum Herbst 2020 ungehindert durchstarten wird. Natürlich gab es Hinweise, dass eine zweite Infektionswelle auf uns zu rollen würde, aber Nr. 1 hatten noch alle überwiegend gut überstanden und ein gewisser Optimismus machte sich breit. Im Sommer gingen tatsächlich eine ganze Reihe Outdoorveranstaltungen über die Bühne. Dann kam leider alles noch heftiger als befürchtet und aus einem etwas halbherzig verordneten „Lockdown Light“ ab November wurde – gefühlt – eine Dauerschließung auch der Kultureinrichtungen, die zumindest zwischendurch wieder echten Besucherkontakt genießen durften.

Liest man nun im Mai 2021 die Blogtexte der ersten Runde aus der Zeit von Ende Juni bis Anfang August 2020, erscheint die damals teilweise vorhandene Aufbruchsstimmung, der Drang zu Onlineformaten und auch der an den Tag gelegte Pragmatismus noch immer spannend. Doch stellen sich beim Lesen mit zeitlichem Abstand auch viele Fragen. Denen möchten wir gemeinsam mit Euch in den kommenden Wochen nachgehen.
Daher rufen wir erneut zu einer Blogparade auf: #KulturAlltagCorona2.

Eingeladen dazu sind nicht nur diejenigen, die sich im Sommer 2020 bereits beteiligt hatten, sondern insbesondere diejenigen, die weitere Aspekte und Erfahrungen einbringen können, um das Gesamtbild zu erweitern. Bewusst möchten wir wieder sowohl Museumsthemen als auch Impulse aus anderen Kultureinrichtungen, -konsumenten und von Künstlern selbst bündeln.

Wer einen kleinen Schubser benötigt, was interessante Anhaltspunkte für einen Blogbeitrag wären:
– Rückblickend auf die Situation im Sommer 2020, wie sieht die Lage für Dich heute aus?
– Wo und wie haben die verschiedenen mit heißer Nadel gestrickten Hilfsprogramme gegriffen (Kultureinrichtungen, Soloselbständige)? Waren die Ansätze erfolgreich oder sind sie gescheitert?
– Fühlst Du Dich von der Politik ausreichend gesehen und verstanden?
– Was ist seit dem vergangenen Sommer in Euren Einrichtungen alles passiert?
– Hat jemand notgedrungen alte und unsicher gewordene Pfade verlassen auf der Suche nach neuen Aufgabengebieten?
– Wie werden Veranstaltungen geplant? Geht der Trend zur Freiluft statt Innenraum?
– Wie proben Theatergruppen, Chöre, Orchester aus dem Profi- oder Amateursegment?
– Für die Museen, die stark auf digitale Vermittlung umgeschwenkt sind: Ist das Publikum noch begeistert dabei oder hat sich nach dem Reiz des Neuen eine gewisse Gewöhnung eingestellt?
Natürlich gibt es auch jede Menge weitere Themen, die zum #KulturAlltagCorona2 passen, einige Punkte aus dem Aufruf vom Vorjahr sind noch immer sehr aktuell. Für die eher unerfahrenen Interessierten steht dort auch eine Beschreibung, was eine Blogparade ist.

Der Ablauf ist wie gehabt:

  • Start der Blogparade ist Himmelfahrt (13. Mai). Sie endet am 25. Juni 2021.
  • Wer im Vorfeld ein Thema mit uns besprechen möchte, kann dies gerne u.a. über den Facebook Messenger erledigen.
  • Schreibt Euren Blogbeitrag und veröffentlicht ihn in Eurem Blog. Bitte verlinkt dabei auf unsere Blogparade. Wenn Ihr keinen eigenen Blog besitzt, könnt Ihr Euren Text und die dazugehörigen Bilder bei uns einreichen. Wir veröffentlichen ihn dann direkt hier auf Kultur hoch N.
  • Hinterlasst bitte unter diesem Beitrag einen Kommentar mit einem Link zu Eurem Blogeintrag. Bitte schreibt auch ein oder zwei Sätze zum Inhalt des Blogartikels.
  • Wenn Ihr Euren eigenen Blogbeitrag in den sozialen Netzwerken teilt, nutzt bitte unbedingt den Hashtag #KulturAlltagCorona2. Damit sind alle zusammengehörigen Beiträge mit einem Klick auffindbar.
  • Bitte teilt unseren Aufruf zur Blogparade auf Euren Kanälen in den sozialen Netzwerken.
  • Während der Blogparade werden wir alle Beiträge über Facebook und Twitter teilen.
  • Nach dem Ende der Blogparade werden wir alle Beiträge nochmal systematisch erfassen und eine Zusammenfassung erstellen.

Wir freuen uns auf Eure Beiträge!


Bisherige Beiträge

  1. Birgit Baumann | Kultur hoch N (15. Mai 2021): Langsam bergauf?
  2. Ansgar Silies | Freischaffender Klangkünstler, Szenograf und Musiker (18. Mai 2021): Kunst im Spagat
  3. Katrin Rodrian | Kulturagentur der Ostfriesischen Landschaft (20. Mai 2021): Ansichten zur Corona-Situation im Kulturbereich
  4. Dr. Damian Kaufmann | Selbstständiger Webdesigner und Blogger, Zeilenabstand.net – Kultur & Digitales (25. Mai 2021): Ein Jahr später: Selbständigkeit in der Pandemie

Birgit Baumann
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5 thoughts on “Blogparade #KulturAlltagCorona2”

  1. Liebe Birgit,

    vielen Dank für die erneute Auflage der Blockparade und der Einladung an mich. Gerne werde ich mich wieder daran beteiligen und aus unserem ungewöhnlichen Corona – Alltag 20/21 in der Kunstschule berichten.

    Herzliche Grüße,
    Petra

    1. Hallo Petra, sehr schön, dass Du wieder mitmachen wirst. Beiträge aus unterschiedlichen Kultureinrichtungen mit dem zusätzlichen Blick zurück auf das, was sich seit dem letzten Text getan hat, sind auf jeden Fall sehr interessant für die Leser.

      Birgit

  2. Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Birgit!

    Danke, dass ihr diese Blogparade noch einmal aufleben lasst. Als wir im Sommer 2020 dazu aufgerufen haben, ahnte wohl noch niemand, dass wir ein Jahr später nochmal nachlegen würden und es der Kulturbranche noch schlechter gehen würde. Das betrifft natürlich auch mich, der zumindest indirekt von der Kultur lebt. Ich habe mich daher nochmals aufgemacht und einen Blogbeitrag zu der gegenwärtigen Situation eines selbständigen Webdesigners mit Zielgruppe aus Kultur und Museum verfasst. Ich dürfte damit wohl nicht alleine sein, wenn ich viel zu kritisieren habe.

    https://www.zeilenabstand.net/ein-jahr-spaeter-selbstaendigkeit-in-der-pandemie/

    1. Hallo Damian,

      vielen Dank, für deinen Beitrag zur Blogparade. Beim Lesen deiner Worte höre ich viele Stimmern von Freund*innen und Bekannten widerhallen, die über ähnliche Erfahrungen als Selbstständige in der Pandemie berichten. Es gibt ohne Zweifel vieles, was schiefgelaufen ist, auch Seitens der Politik. Das kann leider nicht beschönigt werden. Die Parole „Durchhalten“ ist allgemein für viele einfach nur noch ein Hohn, denn die eigene Existenz steht nach wie vor auf der Kippe. Die Impfkampagne ist bei vielen eine Art Hoffnungsschimmer am Horizont geworden, der einzig zum Durchhalten motiviert. Wir hoffen inständig in einem Jahr feststellen zu dürfen, dass die Pandemie auch positive Nebeneffekte hatte, die nun die kulturelle Arbeit beflügeln.

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