Blogger, Webpublisher, Grafiker, Mediengestalter, sie alle sind auf der Suche nach qualitätvollen Fotos im Netz, die sie ohne juristische Fallstricke für ihre Projekte verwenden können. Schnell landet man bei Angeboten, die mit lizenzfreien Bildern locken. Doch was heißt das überhaupt? Der unpräzise aus dem Englischen übersetze Begriff der lizenzfreien Bilder lässt dabei in die Irre laufen, denn in der Regel handelt es sich dabei nicht um Bilder, die ohne Einschränkungen unbegrenzt genutzt werden können. Vielmehr sind damit häufig undurchsichtige  Nutzungsbestimmungen verbunden. Weit verbreitet sind die standardisierten Creative-Commons-Lizenzen, wobei der Urheber aus einer Reihe von Kriterien wie Namensnennung, nicht kommerzielle Nutzung oder Bearbeitung auswählen und frei kombinieren kann.

Wenngleich derartige Lizenzmodelle für Urheber und Nutzer zugleich eine Erleichterung im Umgang mit der schwierigen und undurchsichtigen Materie bedeuten können, so wünschen sich viele Nutzer doch Bildquellen, die keinerlei Auflagen beinhalten, die den freien Einsatz der Bilder durch umständliche Nennung des Urhebers etc. einschränken. Dies würde einer CC0-Lizenz entsprechen, einer Creative-Commons-Lizenz ohne nutzerseitige Beschränkungen bei der Verwendung. Aber gibt es dafür überhaupt gute und seriöse Quellen? Ja, die gibt es und sie sind nicht einmal so selten, wie man glaubt. Die CC0-Lizenz entspricht der Gemeinfreiheit eines Werkes. Im Englischen findet sich der Begriff der public domain. Nach diesen Bezeichnungen muss man also suchen, wenn man weitgehend sicher gehen möchte, mit den Bildern tun und lassen zu können, was man möchte.

Im Folgenden möchte ich eine kleine Auswahl empfehlenswerter Quellen für gemeinfreie Bilder vorstellen:

Pixabay – mein persönlicher Favorit: Zur Zeit 570.000 Bilder in meist ansprechender Qualität, übersichtlich gestaltet und einfache Suchfunktion

Pickup Image – Qualität wechselnd, große Auswahl, die notwendige Registrierung zum Download ist leicht zu umgehen

Wikimedia Commons – die gewaltige Mediathek von Wikipedia: Es sind die Lizenzbestimunngen der einzelnen Bilder zu beachten. Nicht jedes steht unter CC0-Lizenz. Selbst in den Fällen, in denen eine Gemeinfreiheit angegeben wird, kann die Gefahr nicht restlos beseitigt werden, dass vermeintliche Rechteinhaber versuchen, den Rechtsweg zu beschreiten, wie es jüngst bei der Fotografie eines Portraits von Richard Wagner geschehen ist. Dieses Problem ist allerdings nicht auf Wikimedia beschränkt, sondern betrifft alle hier genannten Plattformen.

Darüber hinaus gibt es eine große Auswahl kleinerer Seiten und Blogs, die zwar vergleichsweise wenige Fotos bieten, diese aber häufig in sehr guter Qualität. Weitere Übersichten und Informationen finden sich hier und hier solide zusammengestellt. Grundsätzlich ist man aber auch auf Seiten wie Pixelio.de oder Fotolia mit ihren riesigen Beständen an qualitätvollen Fotos gut aufgehoben. Sie alle haben aber Einschränkungen in Form von unterschiedlichen Zugangs- oder Lizenzmodellen. So ist entweder die Registrierung erforderlich, die Nennung des Urhebers wird zur Pflicht gemacht oder der Erwerb der Fotos erfolgt über ein Creditsystem. Wer sich mit Registrierung und Namensnennung anfreunden kann, dem sei insbesondere Pixelio ans Herz gelegt.

 

Dieser Beitrag wurde uns mit freundlicher Genehmigung des Autors zur Verfügung gestellt.

Der Originale Beitrag wurde am 24.02.2016 auf Zeilenabstand.net unter folgendem Link veröffentlicht.

Beitragsbild: „Camera“ von condesign. Quelle: Pixabay.

Damian Kaufmann

Damian Kaufmann

Webdesigner und EDV-Dozent bei Zeilenabstand.net
Kunsthistoriker
Fachreferent für Kulturtourismus und Kulturmarketing
Webdesigner und EDV-Dozent
Damian Kaufmann

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