Die heutige Zeit stellt viele Kultureinrichtungen vor eine entscheidende Frage: Sind die Sozialen Medien „Freunde“ oder „Feinde“? Die Kommunikationskanäle im Internet sind vielfältig, wie die kulturellen Einrichtungen selbst: Vom 140-Zeichen Tweet über reine Bild-Plattformen bis hin zum wissenschaftlichen Blog. Die neuen Medien und Kommunikationsmittel wollen genutzt werden, um dauerhaft Zielgruppen zu binden und neue Nutzer zu gewinnen.

Der mediale Wandel und dessen Auswirkung im Kulturbereich sind deutlich zu spüren. Die Besucher oder Nutzer kultureller Angebote sind über das Web 2.0 digital vernetzt und interagieren über die Sozialen Medien. Ein gut gepflegter Internetauftritt ist ebenso wichtig, wie die Kommunikation mit dem Besucher innerhalb der Sozialen Netzwerke. So kann eine gute Seite auf Facebook, Twitter oder auch ein Blog dazu dienen mit den Besuchern zum Teil schon während des Besuchs zu interagieren. Man kann ihn im Haus willkommen heißen und direktes Marketing betreiben. Für die Darstellung nach außen kann eine gelungene Öffentlichkeitsarbeit im digitalen Raum einen entscheidenden Vorteil mit sich bringen.

Natürlich kann nicht die gesamte Zielgruppe über derartige Kanäle bedient werden. Doch für einen Großteil der Besucher ist das Internet so selbstverständlich geworden wie die Tageszeitung. Daher sollte sich jede Kultureinrichtung mit der Frage danach auseinandersetzen, welche der Plattformen für die eigene Kommunikationsstrategie in Betracht kommen könnte. Welche Zielgruppen können erreicht und wie Anliegen zielgerichtet kommuniziert werden?

Um die Suche zu vereinfachen starten wir heute eine neue Serie auf unserem Blog. In den kommenden Wochen stellen wir einige der größten und bekanntesten Social Media Kanäle vor, betrachten deren Funktionsweise und technische Grundvoraussetzungen, stellen Vor- und Nachteile der Plattform heraus und sehen uns einige Beispiele für gelungene Communityarbeit an.

Wenn Sie als Leser sich die Betrachtung einer bestimmten Plattform wünschen, lassen Sie es uns wissen. Nutzen Sie die Kommentarfunktionen unter den Beiträgen, um Fragen los zu werden oder auch Ergänzungswünsche zu hinterlassen. Welche Erfahrungen haben Sie mit den Social Media Kanälen gemacht? Vielleicht möchten Sie uns ja einen Beitrag zukommen lassen?

Empfehlungen zum Einstieg in das Thema:

Eine gelungene Übersicht über die wichtigsten Texte, Studien, Blogs und Netzwerke sowie Tagungen und Konferenzen zu Thema „Museum 2.0. Social Media im Kulturbereich“ hat Kunstgeschichte.info zusammengetragen.

Schon etwas älter, aber dennoch aufschlussreich, ist der Beitrag „Studie zur Social Media Nutzung von Kulturbesuchern“ auf Kulturmanagement.net. Die Studie betrachtet das Nutzungsverhalten von Kulturbesuchern bezüglich der Social Media Angebote kultureller Einrichtungen.

Auf Kulturkonsorten.de findet sich eine Übersicht über lesenswerte Studien zum Thema der „Social Media Nutzung” im Kulturbereich aus den Jahren 2008 bis 2014.

Im Jahr 2015 lieferte die Stiftung Niedersachsen mit dem „Handbuch Soziokultur“ eine Übersicht, die die aktuellen Erkenntnisse aus Theorie und Praxis bündelte. Alle Hefte mit verschiedenen Schwerpunkten können unter diesem Link kostenlos heruntergeladen werden.

 

Beitragsbild: „Social Media“ von herbalife. Quelle: Pixabay

Stefanie Karg
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2 thoughts on “Frankieren Sie noch oder twittern Sie schon? – Social Media für Kultureinrichtungen”

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